Trauer und Sexualität - das doppelte Tabu

„Darüber spricht man nicht...“

Trauer und Sexualität – persönlichere Themen gibt es kaum.
Umso schwieriger kann es werden, wenn beides zusammenkommt.

Trauer und Sex gehören für viele zu den Tabu-Themen schlechthin, über die sie nicht einmal mit ihren engsten Freunden reden.
Und doch hat fast jede*r dazu eine Meinung oder ein Gefühl, was „richtig“ oder „falsch“ ist.

Es gibt nicht das eine „Richtig“ oder „Falsch“.

So vielfältig die Menschen sind, so vielfältig ist auch ihr Umgang mit Trauer und Sexualität.

Sexualität und körperliche Nähe sind Grundbedürfnisse des Menschen.
So wie Essen, Trinken oder Schlaf.

Die eine Trauernde bekommt keinen Bissen mehr runter und will nur noch schlafen, eine andere hat das Gefühl, sich ständig mit Süßigkeiten vollstopfen zu müssen, ist aufgedreht und bekommt nachts kein Auge zu.

Und so ähnlich ist es auch mit Sex und Körperlichkeit in der Trauer.

Während sich die eine Trauernde fühlt, als wären alle Empfindungen mit dem Tod eines geliebten Menschen gestorben, so kann sich bei der anderen ein starkes Verlangen zeigen, so als ob es einen „Beweis“ bräuchte, dass sie noch am Leben ist.

Und alles ist normal und ok.

Du und Dein Umfeld

Selbst wenn Du Deine Haltung zu dem großen und schweren Doppelpack gefunden hast, dann kann es dennoch eine große Herausforderung sein, wenn Dein Umfeld Deine Art zu trauern nicht verstehen kann oder auch, wenn es so ganz anders trauert als Du.

Besonders in der Partnerschaft kann es da zu Konflikten kommen.
Der Mensch, der Dir am nächsten ist, ist keine Stütze, sondern eine zusätzliche Belastung.
Du kommst nicht mehr an ihn ran, weil er sich einigelt.
Oder er setzt Dich unter Druck und will mehr als Du geben kannst.
Euer Nähe-Gefühl und Eure Intimität sind weg.
Selbstverständliches ist auf einmal verkrampft.
Herausforderndes, das vorher schon da war, ist nun noch schwieriger.

Es kann aber auch eine Chance für das Paar sein, zusammen ein neues Kapitel Richtung Zukunft aufzuschlagen.
Wenn beide offen kommunizieren.
Denn was ist denn eigentlich die eigene Definition von Sexualität?
Das kann ganz schön unterschiedlich ausfallen.
Welche Form von Körperlichkeit und Nähe kann vielleicht ein Kompromiss sein?
Wenn sich beide gegenseitig respektieren und im Kontakt bleiben, können sie sich auch unterstützen, sich in der schweren Zeit halten und nähren und zusammen weitergehen. 

Manchmal braucht es auch jemanden von außen, der „übersetzt“ oder den Gesprächsfaden sucht und die losen Enden findet, wenn diese verloren gegangen sind.

Ich bin für Dich da.

Wenn Du reden oder Dich in Deinem Trauerprozess fühlen willst, komm zu mir in meine gemütlichen Räume in Hamburg oder bleibe zuhause und wir treffen uns online.
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Schreib mich gerne über mein Kontaktformular an. Wir können auch einfach mal telefonieren. Dann besprechen wir zusammen, was gerade gut für Dich passt und wie ich Dich unterstützen kann. Unser Vorgespräch ist für Dich kostenfrei.
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