Von völligen Irrwegen zu 11 Lebensregeln

Auf Umwegen zur Erkenntnis

Manchmal muss der Mensch ein paar Extra-Schleifen drehen, um anzukommen.

Heute war so ein Tag. 

Ich wollte einfach alles richtig machen.

Ich war mit meiner Freundin verabredet, die ich wirklich lange nicht mehr zuhause besucht hatte.
Sie wohnt in einem dieser Neubaugebiete, in denen alle Straßen und Häuser irgendwie gleich aussehen, und deshalb wollte ich auf Nummer sicher gehen und mit dem Navi im Auto zu ihr fahren.
Ich war schon bei ihr gewesen, wahrscheinlich hätte ich es auch so gefunden – doch ich wollte unbedingt auf Nummer sicher gehen.

Vielleicht auch noch wichtig: Ich habe zwei „Zuhauses“ – mein Familien-Zuhause in einer Kleinstadt an der A24 und mein Frauen- und Arbeitszuhause in Hamburg.
Die Wohnung meiner Freundin liegt nicht sooo weit von meinem Hamburger Zuhause entfernt und es war mir mehr als die grobe Richtung klar.
Immer auf der A24 bleiben bis Hamburg, knapp am Zuhause vorbei und dann noch ein Stück weiter.

Die ersten Hinweise und der Widerstand

Ich machte mich also vom Familien-Zuhause aus auf den Weg nach Hamburg,  gab die Adresse meiner Freundin ins Navi ein und fuhr los.

Und war sogleich verwundert, als das Navi die Fahrtzeit ansagte – so schnell hätte ich es nicht erwartet.
Das war der erste Hinweis.

Der zweite Hinweis kam, als ich Richtung Autobahn abbiegen wollte:
Das Navi wollte etwas anderes.
Ich entschied mich für meine gewohnte Variante und wunderte mich erneut.

Das Navi war sehr energisch:
es wollte mich auf dem Weg zur Autobahn noch ein paarmal zum Abbiegen und Wenden bringen. 
Doch ich blieb stur.

Die Zeit des Zweifelns

Irgendwann gab es auf und schwenkte auf meine Linie um.
Nur um kurz vor Reinbek den nächsten Versuch zu starten, mich anders zu lotsen.
So langsam kamen Zweifel bei mir auf.

Und dann wollte es mich auch noch beim Autobahnkreuz auf die A1 schicken!
Ich reagierte empört und weigerte mich.

Mein Navi gab aber nicht auf.
Es lotste mich bei der nächsten Ausfahrt von der Autobahn.
Da ich inzwischen grübelte, ob mein Navi vielleicht über Verkehrsfunk von einer massiven Störung auf der Strecke wusste und es mir auch nicht ganz unlogisch vorkam, hier abzufahren, folgte ich der Anweisung.

An der Ampel gab ich die Adresse noch einmal ein.
Doch das brachte nichts.

Denn das Navi blieb bei seiner Linie und ich fiel seinem Trick zum Opfer:
Bis ich mich versah, war ich auf der Autobahn in der entgegengesetzten Richtung unterwegs und fuhr dann kopfschüttelnd doch auf die A1.

Das Schicksal nahm seinen Lauf.

Die Ausfahrt, die ich danach von der A1 nehmen sollte, war allerdings gesperrt.
Das wusste mein Navi also schon mal nicht.
Bei anderen Gelegenheiten hatte es mir aber schon mehrfach Staus und Verkehrsstörungen vorhergesagt.

Ich war verwirrt.

Zu allem Überfluss kam ich dann auch noch in dichten Nebel und der Verkehr nahm zu.

Und dann sollte ich plötzlich 10 Kilometer auf der A25 in meine Ausgangsrichtung fahren!

Die Wende

Da war mir klar:
Hier kann etwas einfach nicht stimmen.

Ich fuhr bei der nächsten Ausfahrt runter, auch, um meiner Freundin Bescheid zu sagen, dass ich mich verspäte…

Zum Glück war da gleich eine Parkbucht.
Ich schaute nochmal die Adresse nach – wie vor der Abfahrt auch.

Und da sah ich es:
Vor dem Straßennamen stand da „ALTER“ und ich hatte „AM“ eingegeben.
Und „AM xxx“ war nunmal völlig anderswo als „ALTER xxx“.

Ich lachte über mich selbst.
Eigentlich hatte ich die ganze Zeit schon gewusst, dass ich falsch fahre, hab dem Navi aber mehr geglaubt als mir selbst.

Ich rief lachend meine Freundin an, die auch schon lachte, als sie abhob.
Irgendwie hatte sie sich schon so etwas gedacht.

Ich programmierte das Navi um.
Und fuhr durch eine Spielstraße in Allermöhe.
Ich saß kopfschüttelnd und lachend im Auto. 
Hier war ich echt noch nie und wollte ich auch noch nie sein.

Ein neuer Anlauf

Da ich echt gar keine Ahnung mehr hatte, wo ich denn nun eigentlich war, blieb mir nichts anderes übrig, als mich wieder dem Navi anzuvertrauen.

Anfangs zweifelte ich noch, ergab mich aber meinem Schicksal.

Und dann kannte ich mich plötzlich wieder aus.

Es hätte so einfach sein können.

Ich hätte locker einfach bis zu meinem Hamburger Zuhause fahren können und dann einfach in die Richtung meiner Freundin.
Einfach so.
Wahrscheinlich wäre mir der genaue Weg unterwegs eingefallen.
So fiel mir nur ein, dass ich sogar schon einmal von ihr aus zu Fuß nach Hause gegangen war.
Also alles ganz einfach.
Doch ich wollte ja unbedingt auf Nummer sicher gehen und legte meinen Weg in die Verantwortung des Navis.
Hirn aus, Computer an.

Die Erkenntnis

Doch das Gute beim Autofahren ist bei mir ja auch, dass mir unterwegs oft einiges ein- und auffällt.
Heute wurde mir unterwegs klar, dass mein Irrweg eine gute Parallele zu vielen Lebenswegen ist, und dass sich daraus mehrere „Lebensregeln“ ableiten lassen:

Und so habe ich heute zwar einen gewaltigen Umweg gemacht, etwa doppelt so viele Kilometer gefahren und mehr als doppelt so lange gebraucht, bis ich endlich eine schöne Zeit mit meiner Freundin verbringen konnte –  doch ich habe auch etwas  verstanden:
Es macht keinen Unterschied, ob wir uns auf einen „ganz normalen“ Weg irgendwohin machen oder unseren ganzen Lebensweg neu ausrichten.

Und das ist doch toll:
Im Prinzip ist es ganz einfach und schon tausendmal gemacht.
Der Lebensweg ist ein Weg wie jeder andere auch.

Ich begleite Dich auf Deinem Weg.

Ich habe schon einige Schlaglöcher auf meinem Lebensweg hinter mir und auch schon die Richtung komplett verändert, als ich merkte, dass es nicht mehr meiner war.

Wenn Du Dich auch zu neuen Zielen aufmachen willst, melde Dich einfach bei mir.
Ich begleite Dich auf Deinem Weg zu Deiner ganz eigenen Lösung.
Die Möglichkeiten dafür sind vielfältig.
Besuche mich doch einfach mal auf meiner Seite Sinne und Verstand.

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